
Mein Traum von Deutschland
Ekaterina Popnikolova aus Bulgarien bei Familie Hentschel-Wolff
Deutschland war seit meiner Kindheit ein Traum. Ein Fußballspiel im Fernsehen war der Anfang. Im Laufe der Zeit breitete sich meine Begeisterung vom deutschen Fußball auf andere Bereiche des Lebens aus – auf Kultur, auf Geschichte. So bin ich nach der 7. Klasse auf ein deutsches Gymnasium in meiner Heimatstadt Sofia gekommen. Aber das Lernen einer Sprache, einer Kultur nur aus der Ferne hat mir nicht gereicht.
Ich träumte davon, alle Bilder aus den Medien hautnah zu erleben, ein Teil von ihnen zu sein. Außerdem wollte ich etwas Neues kennen lernen und meine Fähigkeiten, mein Selbstvertrauen prüfen. Als ich von dem YFU-Austauschprogramm erfuhr, zögerte ich nicht, meinen Traum zu erfüllen. Und – ich war in Deutschland!
Fußball und neue Freunde
Zunächst gibt es zwischen uns Jugendlichen nicht so krasse Unterschiede. Wir haben eigentlich die gleichen Interessen – auch wenn „die Bulgaren“ allgemein chaotischer und lebensfroher wirken. Unter meinen unvergesslichen Erlebnissen waren ein Fußballspiel, eine Fahrt nach Berlin, um mir ein tolles Tennisturnier anzugucken, das Lachen mit neuen Freunden und einsame Momente an einem Ort, an dem ich mich wie zu Hause fühlte.
Natürlich gab es auch Momente von Frust. Etwa, wenn ich unsicher war. Oder wenn ich mit Vorurteilen gegenüber einem Land aus dem ehemaligen Ostblock kämpfte. Und ich hatte das Gefühl, dass mein Deutsch viel besser sein könnte.
Mehr Selbstvertrauen
Aber ich habe mich immer bemüht, mich mit den Problemen auseinanderzusetzen. Zum Beispiel, als ich meine Gastfamilie gewechselt habe und zur Familie Hentschel-Wolff kam. Sie haben mich sehr unterstützt, genauso wie meine Lehrer und meine Klasse am Humboldtgymnasium.
So bleibt mein Austauschjahr eines der wichtigsten Erlebnisse. All das, womit ich mich auseinandergesetzt habe, hat mich sicherer und stärker gemacht. Dieser erlebte Traum ist der Beweis für mich, dass, wenn man fest an etwas glaubt, es irgendwann, irgendwie in Erfüllung geht.
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