Von ganzem Herzen!

Erfahrungsbericht von Marisa, Austauschjahr mit "Job-Kompass" in Norwegen

In den bisherigen fünf Monaten in Norwegen habe ich so viele Dinge gelernt. Und dies meine ich nicht nur schulisch. Mittlerweile sehe ich die Welt mit ganzen anderen Augen. Vor dem Auslandsjahr hatte ich ständig eine Routine und dies habe ich unterbrochen, indem ich dieses Auslandsjahr machen kann.

In den fünf Monaten habe mich so viele Menschen gefragt „Warum wolltest du nach Norwegen? Warum nicht in die USA oder nach England?“ Es gab mehrere Faktoren, warum ich nach Norwegen wollte. Ich wollte dieses Land kennen lernen, ich wollte diese Menschen kennen lernen, die wollte die Sprache erlernen und auch viel für meine Zukunft. Ich wollte dies alles von ganzem Herzen!

Ich bin hier in Norwegen über das Programm „Job- Kompass“. Bei Job- Kompass kann man verschiedene Schwerpunkte wählen. Mein Schwerpunkt liegt bei Medien & Kommunikation.

Gastfamilie

Ich bin seit fünf Monaten in Norwegen. Am Anfang bin ich in eine „Willkommensfamilie" gekommen. Das ist eine Familie, die einen Austauschüler bei sich aufnehmen möchte, aber aus bestimmten Gründen nicht das ganze Jahr. Jedoch hat sich nach einem Monat herausgestellt, dass ich doch das ganze Jahr bleiben kann. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, da ich ein gutes Verhältnis zu meiner Familie aufgebaut hatte. Ich bin in eine recht große Familie gekommen, so eine Art Patchworkfamilie. Ich habe vier Gastschwestern, sie sind aber alle ein paar Jahre älter als ich.
Mit meinen Gasteltern bin ich schon zu unterschiedlichen Orten gefahren, auch zu ihrer Hütte an der Küste.

Schule

Ich gehe auf die Fyrstikkalleen skole (F21) in Oslo. Die Schule ist kaum vergleichbar mit meiner deutschen Schule. Die Schule ist ausgestattet mit sehr gutem Medienequipment. In der Schule arbeiten wir hauptsächlich mit MacBook Airs. Auch in den Englischprüfungen können wir sie benutzen. Am ersten Schultag, war ich gar nicht so aufgeregt, wie ich vielleicht sollte. Ich habe mich sogar total gefreut, endlich in die Schule zu gehen. Meine Mitschüler waren am Anfang etwas zurückhaltend, aber mit der Zeit war es gar nicht mehr so schwierig. Ich würde sagen, die Norweger müssen erstmal „auftauen", um aus sich heraus zu kommen. Nach ungefähr zwei Wochen sind wir mit der Schule für zwei Tage an die Küste gefahren, dies hat alles die Schule organisiert und ebenso bezahlt. Es war echt eine schöne Zeit. Man hat sich einfach viel besser kennengelernt und dadurch habe ich echt gute Freundschaften geschlossen.

Sprache

Die ersten Norwegisch-Grundkenntnisse habe ich in Deutschland gelernt, mit der App „Memrise". Ich würde sagen, es gab mir einen sehr guten Einstieg in die Sprache. Als ich meine ersten Sätze auf Norwegisch gesprochen habe, wollten plötzlich alle mit mir auf Norwegisch sprechen. Natürlich habe ich nicht fehlerfrei gesprochen, aber Übung macht den Meister! Mein Ziel war es, nach Weihnachten fehlerfrei und fließend Norwegisch sprechen zu können. Und ich habe es geschafft! Es ist einfach so schön, eine andere Sprache sprechen zu können, die nicht jeder kann.

Weihnachten in Norwegen

Es war ein schönes Gefühl, Weihnachten wieder in einer großen Familie zu feiern, jedoch war dies auch sehr emotional. Die Schwestern von meiner Gastmutter waren zu Besuch. Außerdem gab es eine große Bescherung, an jeden einzelnen. In Norwegen ist das so, dass man schon am Morgen eine Kleinigkeit bekommt. Typisch dafür sind Süßigkeiten und eine Weihnachtsgeschichte. Wir haben alle zusammen am Morgen gefrühstückt. Am Mittag haben wir Milchreis mit Butter, Zimt und Zucker gegessen. Und am Abend haben wir Lamm gespeist, mit Kartoffeln und Sauce. Es hat sehr lecker geschmeckt. Am nächsten Tag sind wir alle in unsere Pyjamas geschlüpft und haben den ganzen Tag verschiedene Filme geschaut und dabei unsere Süßigkeiten genascht :D

Meine beste Freundin in Norwegen

Meine beste Freundin in Norwegen ist Anna. Ich habe mit ihr sehr viel erlebt in dem halben Jahr. Wir haben zusammen Videos gedreht, sind öfters in Kino gefahren, sind Schlittschuh fahren gegangen, sind einfach mal abends durch Oslo gegangen und haben über Gott und die Welt geredet. Wir müssen uns auch nicht viel unterhalten an manchen Tagen, trotzdem ist alles gut. Sie ist mir echt wichtig geworden, und bei dem Gedanken daran, dass ich bald wieder zurück nach Deutschland muss, bekomme ich Tränen in den Augen. Aber das, was wir uns versprochen haben ist, dass wir uns bald wiedersehen. Ich hoffe, dass diese Freundschaft einfach bestehen bleibt.

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