Auf einem Ausflug nach Zürich

2 Wochen voller Kreativität und neuer Erfahrungen

Erfahrungsbericht von Celine, Teilnehmerin des Kreativcamps 2018

Als ich über Social Media von dem Kreativcamp erfuhr, wurde ich sowohl wegen des Workshop-Angebots, als auch wegen des interkulturellen Austausches auf das Angebot aufmerksam. Tatsächlich wurden in beider Hinsicht meine Erwartungen übertroffen. Da das Camp kostenlos ist, hatte ich keine Workshops auf hohem Niveau erwartet, jedoch habe ich mich zu keinem Zeitpunkt unter- oder überfordert gefühlt, die Workshop-Leiter waren extrem freundlich und hilfsbereit und ich habe wirklich das Gefühl einiges dazugelernt zu haben.

Ich hatte den Workshop Songwriting, wo ich nicht nur gelernt habe, bspw. mit Musikbearbeitungsprogrammen umzugehen oder Beats zu produzieren, sondern ich wurde auch dazu motiviert, mich nach dem Workshop weiter am Songschreiben zu versuchen. Das ist für mich in dieser Hinsicht die wertvollste Erkenntnis: dass ich etwas Kreatives erschaffen kann wenn ich wirklich daran arbeite. Bisher hatte ich nicht wirklich daran geglaubt.

Wie bereits erwähnt war ich auch von der Begegnung der unterschiedlichen Nationen positiv überrascht. Ich habe schon in der Vergangenheit sehr gerne mit Menschen aus anderen Kulturen gearbeitet oder Kontakt gehabt, habe aber meist festgestellt, dass die Kulturunterschiede, vor allem die Sprache, irgendwann doch eine Barriere darstellten, wenn auch meist keine große.

Im Camp habe ich das allerdings gar nicht mitbekommen: Auch wenn es sehr interessant zu sehen war, dass wir in manchen Aspekten (kulturell bedingt) doch verschieden waren (das hat man bspw. bei einem Spiel gemerkt, bei dem wir gemeinsam ein Traumhaus zeichnen sollten), hat das zu keinem Zeitpunkt ein Problem dargestellt. Im Gegenteil, alle haben sich untereinander sehr gut verstanden, die unterschiedlichen Herkünfte und damit einhergehend auch Traditionen etc. sind ja auch ein interessantes Gesprächsthema.

Ich fand, dass die Gruppendynamik generell echt toll war, alle haben schnell Freunde gefunden und es war eigentlich schon nach dem ersten Tag so, als würde man sich schon ewig kennen. Ich hoffe, dass diese Freundschaften noch einige Zeit bestehen bleiben. Für mich (wie für die meisten Anderen bestimmt auch) ist das Kennenlernen von Menschen bzw. das Schließen von Freundschaften ein extrem wichtiger Bestandteil eines solchen Camps.

Ich finde, dass die Stadt Einsiedeln sowie die Jugendherberge, in der wir untergebracht waren, sehr gut geeignet für das Camp waren. Die Jugendherberge lag in der Natur, zwischen einem wunderschönen See und dem ebenso schönen Kloster und die Stadt war zu Fuß wirklich schnell zu erreichen.

Wie schön die Umgebung war, konnten wir in einer Wanderung sehen, die mir echt Spaß gemacht hat. Es war natürlich etwas heiß (Juli eben), aber ich fand es toll, dass wir mehr von der Schweiz sehen konnten als nur das direkte Umfeld der Jugendherberge bzw. die Stadt.

Aber den tollsten Einblick haben wir bei dem Ausflug nach Zürich bekommen. Das war wirklich, zumindest was die Ausflüge und Freizeitaktivitäten angeht, mein Highlight des Camps. Ich war noch nie dort gewesen und war total begeistert von dem unfassbar blauen Wasser, den schönen Häusern und den vielen Trinkwasserbrunnen! Wir durften während des Ausflugs auf einen Kirchturm gehen, von dem man einen atemberaubenden Blick über die Stadt hatte.

Wirklich angetan war ich auch von dem Kloster, in welchem man leider nicht fotografieren durfte. Ich habe in meinem Leben schon viele Kirchen gesehen, aber die Klosterkirche in Einsiedel war die beeindruckendste, die ich je gesehen habe. Es war auch schön, dass wir uns vorher den Stall angeguckt hatten. Außerdem fand ich es toll, dass wir an dem Tag, als ich das Kloster besichtigt habe, die Auswahl zwischen verschiedenen Aktivitäten hatten, so konnte jeder machen was einem Spaß macht und worauf man Lust hat.

Die Colored Glasses Workshops fand ich an sich auch nicht schlecht. Da ich über Themen wie Toleranz, Respekt, Diversität etc. gerne lange diskutiere, hätte ich es sogar besser gefunden, wenn wir uns noch ausführlicher damit beschäftigt hätten. Das ist mit so einer großen Gruppe aber natürlich schwierig.

Das Spiel zum Abschluss, Camp Olympics, hat auch echt Spaß gemacht und war eine witzige Abwechslung.

Ich bin nicht gut darin, Themen in Texten zu verknüpfen (fragen Sie meine Deutschlehrerin), aber das Essen in der Unterkunft war mega! Soweit ich weiß, wurde Mittag- und Abendessen von einer Cateringfirma oder einem Restaurant geliefert und war, wenn auch ziemlich fleischlastig, wirklich wirklich gut. Frühstück haben wir im Hotel gegessen und das war wirklich ein Traum. Ich bin sowieso ein großer Fan von einem langen und reichlichen Frühstück, und da gab es wirklich alles was das Herz begehrt, und zwar absolut frisch und lecker.

Mit diesen abschließenden Worten über das tolle Essen möchte ich noch einmal zusammenfassen, dass ich sehr viel aus dem Camp mitgenommen habe, wie Freundschaften, Motivation Neues auszuprobieren und kulturelle Erfahrungen und ich würde es jederzeit wieder machen wollen.

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